Moscheebauten in Deutschland

Mosques in Germany

Almanya’da Camiler

 

Fortsetzung

 

Abb.273

Die Imam Ali-Moschee des Islamischen Zentrums Hamburg e.V. liegt im gutsituierten Stadtteil Uhlenhorst in der Nähe

der Außenalster und muß als schiitische Moschee bezeichnet werden, obgleich der Verein es offenbar vermeidet, dies so auszudrücken. Der Name der Moschee, die Gründer und die Bezeichnung der religiösen Funktionäre deuten jedoch allein schon auf eine iranisch-schiitische Ausrichtung hin. Angeblich sollen aber auch zahlreiche sunnitische Muslime hierher zum Beten kommen.

Webhinweis:

http://www.izhamburg.com   

(27.12.2008)

 

Abb.274

Das Gelände für die Moschee ist von hauptsächlich irani-

schen Kaufleuten im Jahre 1957 gekauft worden. Durch

die politischen Umwälzungen im Iran zog sich jedoch der Baubeginn (1961) und die Fertigstellung (1992) lange hin.

Die Kuppel ziert in arabischer Schrift der Gottesname

„Allah“.

(27.12.2008)

 

Abb.275

Hauptportal zur Imam Ali-Moschee.

Der Gebetsraum hat recht ungewöhnliche Form: er ist rund und ist mit einem der größten handgeknüpften Rundteppiche der Welt (16 m im Durchmesser, ca. 80 Mio.Knoten),

der in drei Jahren geknüpft worden ist, ausgelegt.

(27.12.2008)

 

Abb.276

Hinter der Imam Ali-Moschee wurde 1996

mit dem Bau einer ebenfalls mit einer Kuppel

gedeckten Bibliothek (hier das Eingangstor)

begonnen.

(27.12.2008)

 

 

 

 

Abb.277

Kalligraphie über dem Eingangsportal zur Bibliothek des Islamischen Zentrums Hamburg.

(27.12.2008)

 

 

Abb.278

Eine „Merkwürdigkeit“, was Moschee-Neubauten in Deutschland angeht, befindet sich in Hamburg-Bergedorf

in Gestalt der zum DİTİB –Verband gehörigen Kocatepe-Moschee, benannt nach der größten Moschee in Ankara.

Fast 30 Jahre hatte die muslimisch-türkische Gemeinde eine „Hinterhof-Moschee“ in Bergedorf, die von der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen worden war. Dies änderte sich erst, als Pläne für einen Moschee-Neubau öffentlich wurde. Da bildete sich dann, wie vielerorts, gleich eine Initiative dagegen.

Da auf dem schon angekauften Grundstück jedoch später ein Einkaufszentrum errichtet werden sollte, wurde die Moschee baulich in das EKZ integriert und die Betreiber übernahmen die Kosten für den Rohbau, so daß dieser für die islamische Gemeinde recht kostengünstig wurde. Ein Minarett konnte allerdings nicht errichtet werden.

(1.1.2009)

 

Abb.279

Die Kocatepe Camii ist dreistöckig mit Zwischengeschossen angelegt. Im Obergeschoß ist der Gebetssaal für die Männer, darunter der für die Frauen; im Erdgeschoß befinden sich Läden und ein Café. Verschiedene Gemeinderäume verteilen sich auf die Stockwerke.

Der Teppich weist 280 Gebetsplätze aus; es haben im Männergebetsraum jedoch notfalls bis zu 400 Personen Platz.

 (1.1.2009)

 

Abb.280

Durch die Lage des Gesamtbaus des

„City Centers Bergedorf“ geriet  die Gebetsnische

in die Ecke des Gebetsraumes, was einen etwas

eigenartigen Effekt ergibt.

(1.1.2009)

 

Abb.281

Die Innenwände der  Bergedorfer

Moschee weisen nur wenig Schmuck auf.

Mittlerweile wird die trotz orientalischer

Bauelemente recht „europäische“ Moschee

immer wieder von Besuchern aufgesucht,

womit sich auch hier zeigt, daß Moschee-

Neubauten – anders als die zahlreichen

Hinterhof-Moscheen – zu Zentren des

 Austausches und der Begegnung werden.

(1.1.2009)

 

 

 

 

Abb.282

Die Kuppel der Kocatepe-Moschee ist mit Holz

verkleidet. Die Moschee wird seit August 2008

(nach einjähriger Bauzeit) genutzt, ist jedoch erst

nach dem Fastenmonat offiziell eröffnet worden.

(27.4.2008)

 

 

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Fotos und Text © Rüdiger Benninghaus

 

 

 

 

 

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