Orthodoxe Kirchen

in der Türkei II (Istanbul)

 

 

 

 

 

Abb.117:

Die (Molla) Zeyrek Kilise Camii („Kirchenmoschee“) im Stadtteil Zeyrek von Istanbul-Fatih war eine aus drei aneinander gebauten Kirchen  bestehende Klosteranlage, die den Namen Pantokrator trug,
zuletzt aber eben in einem Teil des Komplexes als Moschee benutzt wurde. Nach der Hagia Sophia ist
sie die größte Kirchenanlage in Istanbul.

>>Webseitenhinweise:

http://archnet.org/library/sites/one-site.jsp?site_id=7175

http://www.gzg.fn.bw.schule.de/lexikon/byzanz/pantokra.htm

http://www.doaks.org/DOP54/DP54ch15.pdf 

(1985)

 

Abb.118:

Das Innere der Zeyrek Kilise Camii vor der Restaurierung. Das Pantokratorkloster war etwa zwischen 1118 und 1136 unter der byzantinischen  Komnenen-Herrschaft erbaut, dann unter Sultan Mehmet II., dem Eroberer Konstantinopels zu einer Medresse umgewandelt worden.

(1985)

 

 

 

 

Abb.119:

Der als Moschee genutzte Teil des ehemaligen Pantokratorklosters.

(1985)

 

 

 

 

Literatur zur Türkisch-Orthodoxen Kirche:

 

Michael Knüppel:

   Die Türkisch-Orthodoxe Kirche

   Ein Beitrag zur türkischen Religionspolitik

   (Materialia Turcica, Beiheft 9)

   Göttingen 1996

 

 

Abb.120:

Eine türkisch-orthodoxe Kirche in Istanbul-Karaköy.

1922 wurde von Zeki Erenerol (später als Papa Eftim I. erster Patriarch der neuen Kirche) eine türkisch-nationalistische, anti-griechische neue Kirche gegründet, die sich vom Ökumenischen Patriarchat abspaltete. Sie wollte angeblich mehrere Hundert-tausend türkischsprachiger Christen (Karamanen) vornehmlich aus dem zentralanatolischen

Kappadokien vereinen.

(2005)

 

Abb.121:

Die Türkisch-Orthodoxe Kirche hat in Karaköy

drei griechisch-orthodoxe Kirchen für sich

in Besitz genommen. Die als Patriarchatskirche dienende frühere Panaghia Kaphatiani-Kirche heißt neuerdings Meryem Ana Kilisesi (Marien-Kirche).

(2005)

 

 

 

 

Abb.122:

Schild am Eingang des „Unabhängigen Türkisch-Ortho-

doxen Patriarchats“ mit dem etwas widersprüchlichen

Zusatz Istanbuler Erzbischofssitz der „Anatolischen

Orthodoxen Kirche“. Nach dem Tode des letzten (dritten) Patriarchen, die allesamt aus der Familie Erenerol

stammten, ging es mit der Kirche weiter bergab.

Es ist unklar, wie viel Mitglieder diese Gruppierung

heute noch hat, vermutlich nur noch Mitglieder der

Erenerol-Familie. Sie ist ein Hort eines extremen

türkischen Nationalismus.

(2005)

 

 

Abb.123:

Die griechisch-orthodoxe Kirche der Hl. Euphemia in Kadıköy, auf der asiatischen Seite Istanbuls, liegt dort, wo in der Antike der Marktplatz des kirchen-geschichtlich bedeutsamen Ortes Chalcedon stand.

Die Kirche wurde 1694 auf den Überresten von Vorgängerkirchen bzw. –klöstern errichtet und 1832 restauriert.

(2006)

 

Abb.124:

Kirche in Istanbul- Kadıköy.

(2005)

 

 

 

 

Abb.125:

Die griechisch-orthodoxe Kirche St. Phokas Mesachrou in Istanbul-Ortaköy ist 1856 an der Stelle früherer Kirchen (die erste wohl aus dem Jahre 1560) errichtet worden.

(1985)

 

 

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Fotos und Text:

© Rüdiger Benninghaus

 

 

 

 

 

 

 

 

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