Halide Dolu:

                   „Ali’nin Uşağının Tekellimi“

nebst einer kleinen Bibliographie über

Geheim-/ Sondersprachen

 

In Auszügen übersetzt und mit Anmerkungen versehen von

Rüdiger Benninghaus

 

 

 

 

Einleitung:

 

In Anatolien wurde von verschiedenen sogenannten „Geheimsprachen“ berichtet, die sich vielfach im Umfeld von Turkmenen/ Yörüken und Abdal bewegen, wobei bei ihnen meist eine Beziehung zu Zigeunern[1] und ihrer Sprache (allgemein: Romani/ Romanes) festzustellen ist.[2] Die Tatsache, daß derartige Geheimsprachen vor allem bei alevitischen Gruppen anzutreffen sind, hat sicher auch etwas mit der jahrhundertelangen, in den letzten Jahr-zehnten jedoch verschwindenden Geheimhaltungspraxis der Aleviten in bezug auf ihre Identität und ihre Gebräuche zu tun.[3] 

Daneben haben sich vor allem in dem traditionell multiethnischen Istanbul, aber auch anderswo, verschiedene Argots oder sogenannte „Vogelsprachen“ (Türk.: kuş dili) entwickelt, in denen armenischer und griechischer Einfluß (in Istanbul und Umgebung) deutlich sichtbar ist, während weiter östlich, wie im Falle von Malatya, um das es hier geht, naturgemäß die Nähe zum kurdischen und arabischen Sprachraum die Geheimsprache(n) geprägt haben.[4]

Geheim- oder Sondersprachen sind auch in Deutschland in verschiedenen Gegenden anzutreffen.[5] Hier wie dort handelt es sich bei diesen Sprachen um Mischsprachen mit gewissen künstlichen Veränderungen, die von sozialen Randgruppen gesprochen werden bzw. wurden.

Die frühere, mittlerweile verstorbene Dekanin der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät an der İnönü-Universität Malatya, F. Halide Dolu, hat offenbar erstmals in einem Aufsatz auf eine Bevölkerungsgruppe und ihre Geheim-sprache im westlichen Teil der Provinz Malatya aufmerksam gemacht.

 

Karte des Gebietes zwischen Darende und Malatya

 

 

Zwar kündigte sie in ihrem Beitrag zu einem Symposium eine Weiterarbeit an diesem Thema an, doch scheint sich daraus keine weitere Veröffentlichung mehr ergeben zu haben.

Leider gibt die Autorin weder Hinweise auf die zahlenmäßige Stärke der behandelten Bevölkerungsgruppe noch genauere Angaben (bis auf zwei Ortsnamen) über die Orte, in denen sie anzutreffen ist.

Auf dem gleichnamigen Symposium im folgenden Jahr hat Tuncer Gülensoy ebenfalls einen kurzen Aufsatz zum gleichen Thema geliefert, eigenartigerweise jedoch ohne Dolu auch nur mit einem Wort zu erwähnen, obgleich er teilweise nicht nur die gleichen Wörter, sondern auch die gleichen Sätze als Beispiele anführt. Die von Gülensoy gegebene Wörterliste geht nicht sehr weit über das von Dolu präsentierte Material hinaus. Seiner Ansicht nach erschöpft sich darin auch schon der Wortschatz dieser Geheimsprache.[6] Was er als Sprachwissenschaftler zur Herleitung des Vokabulars zu bieten hat, ist mehr als dürftig: gerade einmal knapp ein Dutzend Entlehnungen aus dem Arabischen. Zusammenfassend erklärt er die Herkunft der Wörter als aus dem Türkischen, Arabischen und westlichen Sprachen (für letztere lediglich ein Beispiel) stammend. Dolu hat immerhin noch das Persische erwähnt, wenngleich das, was „persisches“ Vokabular sein soll, in den meisten Fällen wohl Kurdisch sein dürfte – für türkische Verhältnisse ist eine derartige Unterordnung der Wissenschaft unter die Staatsideologie nicht über-raschend. 

Zwei interessante Beispiele, die bei Dolu nicht vorkommen, seien hier schließlich noch erwähnt: ‚gelez‘ und ‚sırtısarı‘ (wörtlich: „die/ der mit gelbem Rücken“), beide als Bezeichnungen für Alevi.[7]

Es wurde versucht, die von Dolu gegebenen Beispiele jeweils etymologisch einzuordnen; das ist dem Herausgeber nicht immer möglich gewesen, Gülensoy jedoch, wie gesagt, auch nicht. 

 

 

Übersetzung des Textes:   

 

S.105:

In dieser meiner Rede möchte ich eine Sprache ansprechen, über die ich vor einiger Zeit bei einer  entspre-chenden Untersuchung von Leuten, die ich in der Gemeinde[8] Aşağı Ulupınar von Darende kennengelernt hatte, erfahren habe, die sich untereinander Hazeyinde nennen. Diese Bevölkerung ist heute im Tohma-Becken angesiedelt. Einige von ihnen leben am Ufer oder in dessen Nähe, andere jedoch in den Bergen oder auf den Almen an den Berghängen. Die im gebirgigen Teil Lebenden sind viel später dorthin gezogen und gehen einer Älpler-Lebensweise nach. Sowohl die am Flußufer als auch in den Bergen lebenden Menschen fühlen sich dem Tohma-Fluß verbunden. So wie die Menschen am Ufer ihre Lebensgrundlage dem Tohma verdanken, so sehen auch die in den Bergen, auf den Almen mit gleichem Gefühl den Tohma als Lebensquelle an.

   Diese Nomadenbevölkerungen, Stämme und Klane, die vom Euphrat-Becken nach Westen wandern wollten, sind eines Teils, dem Flußverlauf des Tohma folgend, in die Gegend von Elbistan gezogen. Ein anderer Teil dieser nomadischen Turkmenenstämme hat sich entschlossen, im Tohma-Becken anzusiedeln und zu bleiben. Unter den nach dem 10. Jh. sich ansiedelnden Turkmenenstämmen, die sich heutzutage im Tohma-Becken niedergelassen haben und dort ihr Leben fristen, finden sich die Stämme der Boyrazuşağı, Gurduşağı, Senemoğulları, Tataruşağı, Şeyhuşağı, Mullalıuşağı, Çobanuşağı, Gasımuşağı, Köraliuşağı, Uzunhasanlar und Kelhasanuşağı.[9] Und unter diesen Stämmen gibt es auch einen, den man „Gallangıçuşağı“ genannt hat. Während die übrigen Stämme ein „Heim“ gegründet haben, konnten leider die „Gallangıç Uşağı“ so etwas nicht schaffen, sondern sind nomadisierend zwischen den anderen Stämmen herumgezogen. Weil sie sich nun keine Heimstatt schaffen konnten, hat dieser Stamm den Namen „Gallangıç Uşağı“[10] bekommen. Diese Menschen haben sich auch den Namen „Alinin Uşağı“[11] gegeben.

   Sei es als „Gallangıç Uşağı“ oder als „Alinin Uşağı“, sie bestreiten ihren Lebensunterhalt im allgemeinen mit Handel und Heilkunde. Vor allem sollen sie sich mit Augenheilkunde beschäftigen. Diese Personen, die sich nicht nur zwischen den benachbarten Stämmen bewegen, sondern bis auf den Balkan und nach Kaukasien ziehen, sind überall zu gesuchten und erwarteten Leuten avanciert.

   Eben diese Personen, die sich nirgends fest niedergelassen haben, sich mit Handel und Augenheilkunde beschäftigen und sich immer als „Fremde“ oder „Sonderlinge“ betrachten, haben es geschafft, eine lokale „Sprache“ zu entwickeln, um sich untereinander leicht verständigen zu können. In dieser Sprache finden sich türkische, arabische, persische, ja sogar russische und französische Wörter.[12] Diese so entwickelte Sprache nennen sie „Alinin Uşağının Tekellimi“[13] und untereinander machen sie sich als „Zengili“[14] bekannt. Wenn sie sich treffen, fragen sie z.B.:

 

S.106:                                                                                                               

„Hazeyn Zengili mi ?“ Oder:

„Borancık  tekellime arif[15] oluyor mu ?“  Hier bedeutet ‚Hazeyin[16] „Mann“, das Wort ‚Borancık‘ wird für „Kind“ benutzt. Für einen älteren Mann gebraucht man das Wort ‚Merik[17], für „Frau“ ‚Tille[18], für ein junges Mädchen ‚Cinik[19]. Für „Buch“ benutzen sie ‚Kütüp[20], für „Brennholz“ oder „Knüppel“ ‚Hatap‘, für „Geld“ ‚Talır[21], für „Kleidung“ ‚Libas[22], für „Essen“ ‚Abır[23], für „Brot“ ‚Hubus[24], für „Wasser“ ‚Moy[25], für „Pferd“ ‚Hasbi[26], für „Esel“ ‚Caas[27], für „Ochse“ ‚Bakar[28]. Für „groß“ sagen sie ‚Kebir[29], für „klein“ ‚Hındık[30], für „kommen“ ‚Esmek‘, für „gehen“ ‚Gişmek‘. Das heißt also, diese Menschen haben eine leicht verständliche Sprache entwickelt und sprechen sie mit Leichtigkeit.

   Wie wir oben bereits bemerkt haben, ist diese Sprache, die aus dem Fremdsein und der Sonderbarkeit geboren wurde, lediglich einem Teil des Tohma-Beckens eigen. Sie sprechen auch das reinste Türkisch sehr gut. Wenn es jedoch etwas zu sagen gibt, was nicht für jedermann bestimmt ist, gebrauchen sie Sätze wie:

   „Vellehu Hazeyinler kesme. Cort cort nareleme.“

D.h.: „Diese Männer sind nicht in Ordnung, sprich nichts Falsches, sei vorsichtig.“

Oder ergreifen mit: „Beyite saltat esiyormuş, gideşelim.“[31] – „Die Gendarmen sollen ins Haus kommen, ver-schwinden wir von hier.“ Vorsichtsmaßnahmen.

   Wenn man die obigen Vokabeln untersucht, so wird man sehen, daß sie heutzutage in verschiedenen Sprachen in Gebrauch sind. Die Sprache ist aus dem Vokabular verschiedener Sprachen entwickelt worden. Auch das beweist uns, daß diese Menschen tatsächlich „Gallangıç Uşağı“[32] sind. Wie ich oben erwähnt habe, sind sie überall unterwegs und haben überall Worte aufgeschnappt und so die „Sprechweise der Leute Ali’s“ geschaffen. Diese Menschen haben tatsächlich große Augenheilkundige und Chirurgen hervorgebracht, sie waren Heilkundige von Sultanen und an Palästen, und einer von ihnen hat in den 1870er Jahren dem russischen Kriegsminister das Augenlicht wiedergegeben und dafür eine goldene Uhr erhalten. Diese Menschen können außerdem gut reden und gut schreiben, sie haben in der Gesellschaft die Klasse der Leute gebildet, die gepflegten Gesprächen huldigen. Prof. Mehmet Eröz spricht in seinem Buch über „Güneyde Türkmen Oymakları“[33] auch die Gallangıç Uşağı an.

   Wie oben angesprochen, hat sich die Heilung des Auges eines Ministers kurz erzählt wie folgt abgespielt:  

 

S.107:

Ein Kanonier mit Namen Hasan Efendi aus der Ortschaft Balaban ist im 93er Krieg (1876) den Russen in die Hände gefallen. Hasan Efendi ist mit den übrigen Gefangenen in ein Gefangenenlager gebracht worden. Nach Monaten bzw. Jahren kam ein russischer Minister mit seinem Anhang, um die Gefangenen zu inspizieren. Als sie an ihm vorbeigingen, bemerkte der Kanonier Hasan Efendi, daß die Augen des Ministers krank waren. Einem Freund neben ihm sagte er:

„Kebir Hazeyinin covları[34] iyice cortlamış. Hazeyin ben bu covları haditleyebilirim ...“ D.h.:

„Die Augen dieses Herren sind ziemlich krank. Mein Herr, ich kann die Augen dieses Mannes mit Leichtigkeit heilen.“ Diese Worte hat er vielleicht laut gesprochen, damit sie gehört würden. Denn das Wort „Hazeyn“ soll Russisch sein. Als der Minister das Wort „Hazeyn“ hörte, wurde er neugierig, drehte sich um und fragte:

„Was sagt dieser Gefangene ?“

Sofort näherten sie sich dem Hasan Efendi, der ihnen antwortete:

„Ich bin Arzt des osmanischen Palastes. Ich habe gesehen, daß die Augen des Herren krank sind. Ich kann sie behandeln.“

   Der Minister ließ Hasan Efendi holen. Hasan Efendi untersuchte die Augen des Ministers. Als er sagte, daß er die Augen heilen könne, vertraute ihm der Minister. Tatsächlich hat er dann die Augen des Ministers mit einer Operation sehend gemacht. Der Minister, der durch die Operation geheilt worden war, gab Hasan Efendi zum Andenken die goldene Uhr, die er trug. Diese Uhr ist jetzt den Enkeln geblieben. Die Informationen und Anmerkungen sind dem Buch des Forschers und Schriftstellers, des pensionierten Lehrers Mehmet Ali Cengiz: „Tarihi, Kültürü ve Sosyal Yaşantısı ile Tohma Havzası“ entnommen.

   Diese Leute unter dem Namen Gallangıç Uşağı sind ansässig geworden. Eine Heimat zu erwerben und Landwirtschaft oder Viehzucht zu betreiben, gelang ihnen nicht. Sie bestreiten ihren Lebensunterhalt mit Handwerk, Handel und Heilkunde. Das Handwerk, das sie vornehmlich betreiben, ist das Schlosserhandwerk. Ihre Arbeit ist das Herstellen von Taschenmessern und Messern, das Schleifen und Schärfen von Dechseln, Hackmessern, dehra, Beil, Gelenke von Materialien mittels Schleifstein. Außerdem führen sie Arbeiten aus wie die Herstellung von Kekilcek, d.h. Schmuckgegenständen wie Gürtelschließen und Schminktöpfchen und die Reparatur von Feuerzeugen. Ein Teil dieser Leute sind „Çerçi“ genannte herumziehende Händler hat sich auf den Verkauf von „Metah“ genannten Kurzwaren verlegt. Diese Waren werden in besonders hergestellten Vitrinen angeboten. Diese Leute müssen, um ihr Handwerk und ihre Tätigkeiten auszuüben, weit in die Ferne ziehen. Auf eine Sache jedoch legen sie wert. Die wegen des Handwerks, des Wanderhandels oder der Heilkunde in die Fremde gehenden Leute ziehen nicht allein los, sondern auf jeden Fall mit einem Gefährten.

 

S.108:

Dort, wo sie sich aufhalten, sind sie gezwungen, vor allem in Bezug auf ihre Tätigkeiten mit ihren Gefährten heimlich zu sprechen, so benutzen sie also die „Sprechweise der Leute Ali’s“ und verständigen sich darin mit Leichtigkeit. Wenn es z.B. darum geht, etwas zu reparieren oder zu schleifen und der Handel mit dem Kunden abgeschlossen ist, der Kunde sich jedoch weigert, das geforderte Entgelt zu zahlen, spricht er zu seinem Kollegen folgendermaßen:

„Özüm kitir[35] istedim Hazeyn de hindik[36] estiriyor, yoksa gişedecek. Ne Nareliyorsun ?“ D.h.:

„Für die Arbeit habe ich viel Geld verlangt. Der Mann will jedoch nur wenig geben. Wenn ich es dafür nicht tue, geht er. Was meinst Du, soll ich’s tun oder nicht ?“ Wenn der Gefährte die Arbeit annehmen will, gibt er mit:

„Gişettirme Hazeyinin talırını.“ eine positive Antwort. Das untenstehende Gespräch ist nach der Untersuchung eines Augenkranken geführt worden. Bei dem Kranken befinden sich Angehörige. Nach der Untersuchung ist es notwendig, daß sich die beiden Kollegen verständigen. Kann das Auge geheilt werden oder nicht ? Wieviel „Talır“ soll man für die Operation nehmen, oder in wieviel Tagen wird das Auge geheilt sein ?

   Bei dieser Gelegenheit eben verständigen sich die beiden Kollegen, während sie die Untersuchung durchführen, ohne daß jemand etwas „versteht“ und planen die auszuführende Arbeit.

   Falls die Operation nicht erfolgreich ist und ... <Druckfehler machen diesen Teilsatz unverständlich>, dann ist es notwendig, daß sie sich, ohne daß jemand etwas merkt, darüber verständigen, was zu tun ist. Wenn es nötig ist, heimlich zu verschwinden:

„Hazeyinin ayrıları gittikçe cortlaşıyor. Kepecek. Beyittekiler reketlerlerken gariyeden[37] gişedelim. Sen hasziyi[38] moy yeslemek için estir. Özüm de eserim ...“ D.h.:

„Die Augen des Mannes verschlechtern sich immer mehr. Er wird sterben. Wenn die Hausangehörigen sich schlafen gelegt haben, geh Du das Pferd tränken, ich nehme die Sachen und wir hauen ab.“

   Die Menschen dieses Gebietes sind sehr fleißig und geschickt. Bevor sie ins wehrpflichtige Alter kommen, bereiten sie sich vor, werden auf jeden Fall mit anderen ihrer Leute[39] Soldaten und versehen ihren Dienst am Vaterland. Die im Handel tätigen Personen lassen sich zuerst bei den Finanzbehörden registrieren und brechen dann in die Fremde auf. In der Fremde wollen sie keine Probleme erleben. Sie sind besonders respektvoll und fast alle sind kultivierte und gebildete Menschen. Dort wo sie Unterkunft finden, in „Restaurants“ (Gäste-zimmer) lesen sie der Gemeinschaft (der Gesellschaft) Bücher vor („Kütüp hatmederler“) und pflegen eine gewählte Sprache („milih[40] tekillim narelerler“). Alle sind Muslime, sie halten die Gebetszeiten

 

S.109:

und fast überall fungieren sie als Vorbeter.[41] Bei ihren Tätigkeiten gibt es nichts „Verbotenes“ oder „Illegales“. Ihre Arbeit und ihr Verdienst bewegt sich in legalen Bahnen. Diese Menschen sind in den letzten fünfzig Jahren bodenständig geworden, alle haben begonnen, ihren Lebensunterhalt vom Boden oder vom Handel zu bestreiten.[42] Die junge Generation weiß schon fast nicht mehr, daß sie „Ali’s Leute“ sind und daß es solch eine Sprache gibt. Alles was sie wissen, ist, was sie von den Erwachsenen hier und dort aufgeschnappt haben. Vielleicht wird es in fünfzig Jahren niemanden mehr geben, der auch nur ein Wort dieser Sprache kennt oder sprechen kann.

   Denn die Situation ihrer einstigen Nichtseßhaftigkeit, ihrer Existenz als „Gallangıç Uşağı“, genauer gesagt ihres Fremdseins, hat sich völlig verändert, niemand ist mehr „fremd“, es gibt keinen „Sonderling“ mehr, es besteht keine Notwendigkeit mehr, herumzuziehen. Mit dem Verschwinden dieses Bevölkerungselementes, das jene Sprache geschaffen hat, der Notwendigkeit für eine solche Sprache und deren Funktion, wird sie schließlich zu ihrem Ende gelangen.

...[43]

 

S.110:

Ich habe hier besondere Informationen über eine die „Sprechweise der Leute Ali’s“ genannte Sprache und das Gebiet, in der sie gesprochen wird <wurde> gegeben. Ich glaube, daß ich, wenn ich meine Arbeit ausgeweitet habe und mein Buch mit einem Wörterverzeichnis, das das Vokabular genauer umreißt, gedruckt worden ist, dieses Buch ein Beitrag für Leute sein wird, die über die türkische Sprache und besonders die anatolischen Dialekte arbeiten.    

 

 

Literatur:

 

Bei der kleinen Zusammenstellung von Literatur zu Geheim-/ Sondersprachen, vornehmlich in Mitteleuropa, ging es dem Verfasser vor allem um Publikationen zum Rotwelschen/ Jenischen und weniger um Berufssprachen, die nichts oder nur wenig mit diesem zu tun haben; dennoch wurden auch einzelne Veröffentlichungen dazu aufgenommen. Sicherlich ist eine Abgrenzung zu verschiedenen Slangs, Argots, zu Subkultursprachen usw. in manchen Fällen nicht scharf zu treffen, doch sind diese nicht immer auch geheim gehaltene Sprachen.

Es muß eigentlich nicht betont werden, daß diese kleine Zusammenstellung von einer annähernden Vollständigkeit weit entfernt ist.

Die für den obenstehenden Aufsatz verwendete Literatur ist in dieser Liste integriert.

Mit * versehene Publikationen konnte bisher noch nicht eingesehen bzw. auf ihre bibliographische Richtigkeit überprüft werden.

 

*ACAR, Turgut:

Doğu Anadolu’da Yaşayan Gizli Bir Meslek Dilinin Yapısı ile Türkçenin Benzerlikleri

<Türk.: Sprachstruktur einer in Ostanatolien lebendigen geheimen Berufssprache und Ähnlichkeiten mit dem Türkischen>

In: V. Milletlerarası Türkoloji Kongresi (İstanbul, 23-28 Eylül 1985) Tebliğler 1: Türk Dili, S.9-15

Istanbul 1985

AKPINAR, Turgut:

            Çepnilerin Gizli Dili

            <Türk.: Die Geheimsprache der Çepni>

            In: Tarih ve Toplum, cilt 12, sayı 72 (Aralık 1989), S.40-43 <360-363>

            Istanbul

AKTUNÇ, Hulki:

            Büyük Argo Sözlüğü (Tanıklarıyla)

            <Türk.: Großes Argot-Wörterbuch, mit Belegen>

            Istanbul 1990

ALTHAUS, Hans Peter:

            Landsknechtssprache und Rotwelsch in Schlesien

             Wencel Scherffers „Teutsche Ordonantz“ 1652

            In: Jahrbuch für Ostdeutsche Volkskunde, Bd.7 (1962/63), S.66-91

            Marburg/L. 1963

Anonymus:

            Liber Vagatorum

In: Weimarisches Jahrbuch für deutsche Sprache Litteratur <sic !> und Kunst, 4.Bd. (1856), S.65-101

            Hannover

Anonymus <bbs>:

            Wo man noch Jenisch spricht

            In: Heilbronner Stimme, 06.09.2000

            Heilbronn

Anonymus:

            Letzter Wandermusikant aus Hundeshagen

            In: Thüringer Allgemeine (Lokalausgabe Eichsfeld), 09.03.2002

            Erfurt

ARNOLD, Hermann:

            Rotwelsch im Hunsrück und in benachbarten Gebieten

            In: Kurtrierisches Jahrbuch, 1.Jg. (1961), S.106-119

            Trier

ARNOLD, Hermann:

Rotwelsch sprechende Bevölkerungsgruppen im Raume Rothenburg o.T.-Crailsheim

            In: Hessische Blätter für Volkskunde, Bd.53 (1962), S.75-92     

            Gießen

ARNOLD, Hermann:

            Zur Soziologie des Rotwelsch

            In: Hessische Blätter für Volkskunde, Bd.59 (1968), S.92-94

            Gießen

ARNU, Titus:

            Wenn der Kelef zweimal bellt

            In: Süddeutsche Zeitung, 22.1.2000, S.II

            München

AVÉ-LALLEMANT, Friedrich Christian Benedict:

Das deutsche Gaunerthum in seiner social-politischen, literarischen und linguistischen Ausbildung zu seinem heutigen Bestande

            4 Bde.

            Leipzig 1858-62 (Nachdruck in 2 Bänden: Wiesbaden 1998)

BAKKER, Peter:

            Romani and Turkish

            In: Birgit Igla/ Thomas Stolz (eds.): “Was ich noch sagen wollte ...“ – a multilingual Festschrift for Norbert Boretzky
            on occasion of his 65th birthday (Studia typolgica, 2), S.303-326

            Berlin 2001

*BAKKES, Pierre:

            Bargoens in Middenlimburgse dialecten (Vooral Roermonds en Montforts)

            Een voorlopige inventaris

            In: Roerstreek, Bd.22 (1990), S.10-16

            St.Odiliënberg (NL)

BENNINGHAUS, Rüdiger:

            Les Tsiganes de la Turquie orientale

            In: Études Tsiganes, 37e année, no.3 (1991), S.47-60

            Paris

BERTSCH, Albert:

            Wörterbuch der Kunden- und Gaunersprache

            Berlin 1938

BISCHOFF, Erich:

Wörterbuch der wichtigsten Geheim- und Berufssprachen: Jüdisch-Deutsch, Rotwelsch, Kundensprache, Soldaten-, Seemanns-, Weidmanns-, Bergmanns- und Komödiantensprache

Leipzig 1916

BLAM, Georg:

            Wien von unten: Streifzug durch die Wiener Ganovensprache

            Wien 1998

*BLECHSCHMIDT, Manfred:

            Die erzgebirgische „Fatzersprache“

            In: Unsere Heimat, H.5 (1978), S.101-103

            Marienberg

BLECHSCHMIDT, Manfred:

            Die Fatzersprache

             Zu einer Art Rotwelsch erzgebirgischer Bergmusikanten

            In: Muttersprache (Zeitschrift zur Pflege und Erforschung der deutschen Sprache), Bd.98 (1988), S.145-150

            Wiesbaden

BODDERAS, Elke:

            Fremde Wörter schützen

            In: Die Zeit, Nr.47 (15.11.2001), S.43

            Hamburg

BOEHNCKE, Heiner:

            Rotwelsch, Zinken, Scheinlingszwack – Kommunikation unter Gaunern

            In: Harald Siebenmorgen (Hrsg.): Schurke oder Held ? Historische Räuber und Räuberbanden  - Ausstellung des Badischen  
            Landesmuseums Karlsruhe ... 27.September 1995 bis 7.Januar 1996 ..., S.39-45

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            Texte aus den La Plata-Gebieten in volkstümlichem Spanisch und Rotwelsch

            (Beiwerke zum Studium der Anthropophyteia, 8)

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BURNADZ, J(ulian) M(arian):

            Die Gaunersprache der Wiener Galerie

            Lübeck 1966

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            Erkilet çerçilerinin argosu „Dilce“

            <Türk.: ‘Dilce’, das Argot der ambulanten Händler von Erkilet>

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Istanbul

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            Anadolu Abdallarının Gizli Dillerinden Bir İki Örnek

            <Türk.: Ein paar Beispiele aus den Geheimsprachen der anatolischen Abdal>

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            Istanbul 1953

CAFEROĞLU, A(hmet):

            Pallacı, Tahtacı ve Çepni dillerine dâir

            <Türk.: Die Sprachen der Pallacı, Tahtacı und Çepni betreffend>

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            Istanbul

CENGİZ, Mehmet Ali:

            Tarihi, Kültürü ve Sosyal Hayatı ile Tohma Havzası

            <Türk.: Das Tohma-Becken mit seiner Geschichte, Kultur und sozialem Leben>

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ÇİFÇİ, Musa:

            Argonun niteliği ve argoya bakış açımız

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DEVELLİOĞLU, Ferit:

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            Die Wandermusikanten von Salzgitter

             Ein Beitrag zur Wirtschafts- und Kulturgeschichte des nördlichen Harzvorlandes

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            Die Maurersprache von Momberg in Hessen

             Anmerkungen zu einer „Geheimsprache“ und Wörterverzeichnis

            In: Hessische Blätter für Volks- und Kulturforschung, N.F. Bd.23 (1988), S.111-128

            Marburg

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           Das Rotwelsch im Schwäbischen Wörterbuch

           Stuttgart 20XX (unveröffentlichte Hausarbeit, Univ. Stuttgart)

DOLU, F. Halide:

            Ali’nin Uşağının Tekellimi

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In: I. Battal Gazi ve Malatya Çevresi Halk Kültürü Sempozyumu Tebliğler (Malatya 1986), S.104-110

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            Zur inneren und äusseren Differenzierung deutscher Sondersprachen

            In: Zeitschrift für Dialektologie und Linguistik, 58.Jg. (1991), S.57-62

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In: Mitteilungsblatt für den Bereich der Verbandsgemeinde Speicher, Jg.18, Nr.31 (1978), S.1

          Hetzerath

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            Der Beller Backofenbauer und seine Sprache

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GIRTLER, Roland:

            Würde und Sprache in der Lebenswelt der Vaganten und Ganoven

            (Otto-von-Freising-Vorlesungen der Katholischen Universität Eichstätt, 5)

            München u.a. 1992

GIRTLER, Roland:

            Rotwelsch – die alte Sprache der Gauner, Dirnen und Vagabunden

            Wien u.a. 1998

GRAF, Heinz-Joachim:

            Der Henese Fleck

             Eine alte Geheimsprache der Kiepenträger aus Breyell am linken Niederrhein

            (Schriftenreihe des Kreises Kempen-Krefeld, 23)

            Kempen/ Niederrhein 1974

*GROLMAN, Friedrich Ludwig Adolf von:

            Wörterbuch der in Teutschland üblichen Spitzbuben-Sprachen

Bd.1: Die Teutsche Gauner-, Jenische- oder Kochemer Sprache enthaltend mit besonderer Rücksicht auf die Ebräisch-Teutsche Judensprache

Gießen 1822

GROSS, Hanns:

            Das Gaunerglossar der Freistädter Handschrift

            In: Archiv für Kriminal-Anthropologie und Kriminalistik, 2.Bd. (1899), S.81-112, 225-256; 3.Bd. (1899/
            1900), S.129-192, 305-336; 4.Bd. (1900 a), S.273-304; 5.Bd. (1900 b), S.131-162

            Leipzig

GROSS, Hanns (Hrsg.):

            Moderne Gaunerworte in Hamburg

            In: Archiv für Kriminal-Anthropologie und Kriminalistik, 3.Bd. (1900 c), S.277 f.

            Leipzig           

GRÜN, H(elmut):

            Die Köddinger Maurersprache

            In: Hessische Blätter für Volkskunde, Bd.61 (1970), S.112-123

            Giessen

GÜLENSOY, Tuncer:

            Darende’de Konuşulan Gizli Dil Üzerine Notlar

            <Türk.: Anmerkungen zu einer in Darende gesprochenen Geheimsprache>

In: II.Battal Gazi ve Malatya Çevresi Halk Kültürü Sempozyumu Tebliğler (Malatya 19-21 Ekim 1987), S.136-139

Istanbul 1988

GÜNTHER, L(udwig):

            Das Rotwelsch

             des deutschen Gauners

            Straßburg 1905

*GÜNTHER, Louis:

Beiträge zur Systematik und Psychologie des Rotwelsch und der ihm verwandten deutschen Geheimsprachen

In: Archiv für Kriminal-Anthropologie und Kriminalistik, Bd.33 (1909), S.219-322; Bd.38 (1910), S.193-288; Bd.42 (1911), S.1-89; Bd.43 (1911), S.1-79; Bd.46 (1912), S.1-31, 289-314; Bd.47 (1912), S.131-154, 209-231; Bd.48 (1912), S.311-351; Bd.49 (1912), 331-358; Bd.50 (1912), S.137-159, 340-370; Bd.51 (1913), S.137-168; Bd.54 (1913), S.148-192, 310-339); Bd.55 (1913), S.148-181; Bd.56 (1914), S.41-71, 158-185

Leipzig

GÜNTHER, L(udwig):

            Die deutsche Gaunersprache und verwandte Geheim- und Berufssprachen

            Leipzig 1919  <Nachdruck Leipzig o.J. (2001)>

HALDENWANG, Hasso von:

          Die Jenischen

           Erinnerungen an die Wildensteiner Hausierhändler

          Crailsheim 1999

HAMPE, Theodor:

           Die fahrenden Leute in der deutschen Vergangenheit

            Leipzig 1912

*HEINRICHS, Hans Erich:

            Kleines Jenisch-Wörterbuch

In: Nerother Hefte, H.1 (o.J. <1987>), S.23-25; H.2 (o.J. <1988>), S.29; H.3 (1989), S.23 f.; H.4 (1990), S.38

Neroth

HERRNSTADT (Polizeirat):

          Jiddisch: Rotwelsch

          In: Kriminalistik – Zeitschrift für die gesamte kriminalistische Wissenschaft und Praxis, 20.Jg. (1966),

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          Hamburg

HINTERMAYR, E.:

           Jenisch und Jiddisch

           In: Der Sprachdienst, 41.Jg. (1997), S.88 f.

           Wiesbaden

HOCHEBICHLER, Eduard:

          Eigentümlicher Fund zur Gaunersprache

          In: Kriminalistik – Zeitschrift für die gesamte kriminalistische Wissenschaft und Praxis, 21.Jg. (1967),

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          Hamburg

HOCHHAUS, Stephan:

            Rotwelsch – Die deutsche Gaunersprache

Eine künstliche Sprachbarriere

Bochum 2004 (Hausarbeit, Ruhr-Universität Bochum)

<im Internet:  http://www.yauh.de/files/hausarbeiten/rotwelsch.pdf>

            (Aufruf: 30.7.2012)

HÖPLER, Erwein:

            Art.: Gaunersprache

            In: Handwörterbuch der Kriminologie und der anderen strafrechtlichen Hilfswissenschaften (hrsg. v.  
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            Berlin/ Leipzig

HONNEN, Peter:

            Kümmeltürmerei

            Von den Resten einer Gaunersprache

            In: Volkskultur an Rhein und Maas, 12.Jg. (1993), S.25-33

Köln

HONNEN, Peter:

Geheimsprachen im Rheinland – eine Dokumentation der Rotwelschdialekte in Bell, Breyell, Kofferen, Neroth, Speicher und Stotzheim

Köln 1998

HORNJATKEVYČ, Andrij:

            The Secret Speech of Lirnyky and Kobzari

Encoding a Life Style

In: Folklorica – Journal of the Slavic and East European Folkore Association, vol.9, no.2 (2004), S.32-54

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            <im Internet: https://journals.ku.edu/index.php/folklorica/article/viewFile/3751/3590>

            (Aufruf: 30.7.2012)

HOUBEN, Heinrich:

            Der Henese Fleck

             Das Krämerlatein der Breyeller

              Ein belehrendes und unterhaltendes Büchlein über eine alte Geheimsprache

            Breyell 1939      

HUNSCHE, Friedrich Ernst:

            Rotwelsch im Plattdeutschen

In: Ulrich Backmann (Hrsg.): Wi stoaht faest: Kiepenkerle in Westfalen (Veröffentlichungen der Stadtbücherei und des Stadtarchivs Haltern, Bd.5), S.80-83

Haltern 1992

HUNSCHE, Friedrich Ernst:

Die Sprache der Tödden

In: Ulrich Backmann (Hrsg.): Wi stoaht faest: Kiepenkerle in Westfalen, S. 63-67

(Veröffentlichungen der Stadtbücherei und des Stadtarchivs Haltern, 5)

Haltern 1992

IVERSEN, Ragnvald:

            The Rodi (Rotwelsch) in Norway

            (Secret languages in Norway, part II)

            Oslo 1945

IVERSEN, Ragnvald:

            The Månsing in Norway

            (Secret Languages in Norway, part III)

            Oslo 1945

JAGIĆ, Vatroslav:

            Die Geheimsprachen bei den Slaven

            In: Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften,
            Bd.133, V.Abhandlung, S.1-80

            Wien 1896

*JANATA, Johannes:

            Schlausmen dibbern

             Zur Geheimsprache der Sensenhändler im Hochsauerland

            In: Sauerland, Nr.3  (Sept.1981), S.75-79

            Schmallenberg

JANSEN, Joh. Heinrich:

            Der Schlüssel zum Krämerlatein oder: Kurze Anleitung zum Henese-Fleck der Breyeller

            Dülken 1847

JÜTTE, Robert:

‚Schlausmen’ – die fast in die Vergessenheit geratene Geheimsprache der sauerländischen Sensenhändler

In: Korrespondenzblatt des Vereins für niederdeutsche Sprachforschung, H.84 (1977), S.71-75

Neumünster

JÜTTE, Robert:

            Sprachsoziologische und lexikologische Untersuchungen zu einer Sondersprache:

             Die Sensenhändler im Hochsauerland und Reste ihrer Geheimsprache

            (Zeitschrift für Dialektologie und Linguistik, Beihefte, N.F., Bd.25)

            Wiesbaden 1978

JÜTTE, Robert:

            Rotwelsch

             Die Sprache der Bettler und Gauner

In: Heiner Boehnke/ Rolf Johannsmeier: Das Buch der Vaganten – Spieler, Huren, Leutbetrüger, S.133-143

Köln 1987

KAHLE, Carl :

            Die fahrenden Leute der Gegenwart und ihre Sprache

             Ein Beitrag zur Geschichte des Vagabundentums und des Gaunerwesens

            Gera 1889 (2.Aufl.)

KEUNE, J.B. :

            Speicherer Rotwelsch

            In: Trierische Heimat, 1.Jg., H.6 (1925), S.70 f.

            Trier

KLEEMANN, E.:

            Die Gaunersprache

             Ein Beitrag zur Völkerpsychologie

            In: Archiv für Kriminal-Anthropologie und Kriminalistik, Bd.30 (1908), S.236-279

            Leipzig

KLEINSCHMIDT, Erich:

            Rotwelsch um 1500

            In: Beiträge zur Geschichte der deutschen Sprache und Literatur, Bd.97 (1975), S.217-229

            Tübingen       

KLUGE, Friedrich:

           Rotwelsch

             Quellen und Wortschatz der Gaunersprache

              und der verwandten Geheimsprachen

            Bd.1: Rotwelsches Quellenbuch

            Straßburg 1901

KLUGE, Friedrich:

            Deutsche Geheimsprachen

            In: Zeitschrift des Allgemeinen Deutschen Sprachvereins, Bd.16 (1902), Sp.6-12, 33-38

            Braunschweig u.a.

KLUGE, Friedrich:

            Rotwelsche Zahlworte

            In: Zeitschrift für deutsche Wortforschung, Bd.2 (1902), S.49-51

            Berlin

KLUYVER, A.:

            Romani Words in Dutch Slang

            In: Journal of the Gypsy Lore Society, 3rd  series, vol.13 (1934), S.1-8

            Edinburgh

KNAUS, Edith:

            Schillingsfürster Rotwelsch

            Erlangen 1955 (Diss.)

KNIPPENBERG, W.H.Th. (Hrsg.):

            De Teuten

             Buitengaanders van de Kempen

            (Kultuurhistorische Verkenningen in de Kempen, 5)

            Eindhoven 1974

KOCH, Ewald:

            Schlossberg und sein vorgezeichnetes Schicksal

            Oberboihingen o.J.

KOCH, Stefan:

            Mindens dritte Sprache erforscht

            In: Mindener Tageblatt, 08.01.2001

            Minden

KÖRBER, Anneliese E.:

            Rotwelsch und Jenisch

            In: Der Sprachdienst, 41.Jg. (1997), S.36 f.

            Wiesbaden

KOSCHNY, Wolfgang:

           Das Hundeshagener Kochum

            In: Der Sprachdienst, 41.Jg. (1997), S.115 f.

            Wiesbaden

KOSTOV, Kiril:

            Lehnwörter zigeunerischen Ursprungs im türkischen Argot

            In: Linguistique Balkanique, vol.14, no.2 (1970), S.83-97

            Sofia

KRISCHEL, Jak(ob):

            Speicherer Rotwelsch

            In: Trierische Heimat, 1.Jg., H.7 (1925), S.81 f.

            Trier

KYUCHUKOV, Hristo/

BAKKER, Peter:

            A Note on Romani Words in the Gay Slang of Istanbul

            In: Grazer Linguistische Studies, Bd.51 (1999), S.95-98

            Graz

LANDAU, A.:

            Zur polnischen Gaunersprache

            In: Archiv für slavische Philologie, 24.Bd. (1902), S.137-150

            Berlin

LEEUWEN-TURNOVCOVÁ, Jiřina:

            Subkulturelle Traditionen und Strukturen argotische Wortschätze

            In: Zeitschrfift für Slawistik, Bd.45, H.3 (2000), S.295-317

            Berlin

LERCH, Hans-Günter:

            Das Manische in Gießen

 Die Geheimsprache einer gesellschaftlichen Randgruppe, ihre Geschichte und ihre soziologischen Hintergründe

Gießen 1976 

LESCHBER, Corinna:

Form und Funktion der Musikanten-Geheimsprache

In: Wolfgang Gesemann/ Rumjana Ivanova-Kiefer/ Rumjana Zlatanova (Hrsg.): Bulgarien und Makedonien. Bulgarien-Jahrbuch 2004/2005, S.50-62

München 2005

LEWIS, Geoffrey (L.):

            The Secret Language of the Geygelli Yürüks

            In: 60 Doğum Münasebetiyle Zeki Velidi Toğan’a Armağan, S.214-226

            Istanbul 1950-55

LÜHR, Rosemarie/

MATZEL, Klaus:

            Zum Weiterleben des Rotwelschen

            In: Zeitschrift für Dialektologie und Linguistik, 57.Jg. (1990), S.42-53

            Stuttgart

*MATRAS, Yaron:

            Zur stilistischen Funktion der Sondersprache Lekoudech in südwestdeutschen Erzählungen

            In: Arno Ruoff (ed.): Syntax und Stilistik der Alltagssprache – Beiträge der 12.Arbeitstagung zur
            alemannischen Dialektologie (Idiomatica, Bd.18), S.97-106

            Tübingen 1997

*MATRAS, Yaron:

            The Romani Element in German Secret Languages: Jenisch and Rotwelsch

            In: Yaron Matras (ed.): The Romani Element in Non-Standard Speech (Sondersprachenforschung, 3), S.193-
            230

            Wiesbaden 1998

MAYER, F.X.:

            Jenisch in der Verbrecherwelt

In: Württembergische Vierteljahreshefte für Landesgeschichte, N.F., Bd.16 (1907), S.66-77

            Stuttgart

MEISINGER, Othmar:

            Lotekhôlisch

             Ein Beitrag zur Kenntnis der fränkischen Händlersprache

            In: Zeitschrift für hochdeutsche Mundarten, Bd.3 (1902), S.121-127

            Heidelberg

MENGEL, Erich:

            Altgold, Talmi und Rotwelsch

             Ein Gang durch unser mundartliches und umgangssprachliches Wörterbuch

            Remscheid 1961

MEUTER, Hanna (Bearb.):

            Breyell wat huckste knäbbig

             Ein Heimatbuch vom alten Kiepenträger-Dorf

            (Schriftenreihe des Landkreises Kempen-Krefeld, Bd.12)

            Breyell 1959    

MEYER, Kuno:

            The Secret Languages of Ireland

            In: Journal of the Gypsy Lore Society, N.S., vol.2 (1909), S.241-246

            Edinburgh

MIDDELBERG, Jutta:

            Romanismen in deutschen Rotwelsch-Dialekten

            (Sondersprachforschung, Bd.5)

            Wiesbaden 2001

MIKHAULOV, MikhaVl:

            Matériaux sur l’argot et les locutions populaires turc-ottomans

            (Morgenländische Texte und Forschungen, II.Bd., H.3)

            Leipzig 1930

MIKLOSICH, Franz:

            Zigeunerische Elemente in den Gaunersprachen Europa’s

            (Beiträge zur Kenntnis der Zigeunermundarten III)

In: Sitzungsberichte der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften zu Wien, philosophisch-historische Klasse, Bd.83 (1876), S.535-562

Wien  <Nachdruck Leipzig 1984>

MÖHN, Dieter:

            Sondersprachen

In: Lexikon der Germanistischen Linguistik, hrsg. v. Hans Peter Althaus/ Helmut Henne/ Heribert Ernst Wiegand, S.384-390

            Tübingen 1980 (2.vollst. neu bearb. u. erw. Aufl.)

MÖHN, Dieter:

            Sondersprachen in historischer Entwicklung

In: Sprachgeschichte – ein Handbuch zur Geschichte der deutschen Sprache und ihrer Erforschung, hrsg. v. Werner Besch/ Oskar Reichmann/ Stefan Sonderegger (Handbücher zur Sprach- du Kommunikationswissenschaft), Bd.2.2, S.2009-2017

Berlin/ New York 1985

MOLZ, Albert:

            Kochemer Schmus

            In: Heimatkalender 1962 für den Kreis Bernkastel, 7.Jg., S.97-103

            Rheinberg (Rhld.) 1961

MOORMANN, J(ulius) G(Georg) M(arie):

            De Geheimtalen

             Een studie over de geheimtalen in Nederland, Vlaamsch-België, Breyell en Mettingen

            Zutphen 1932

MOORMANN, J(ulius) G(Georg) M(arie):

            De Geheimtalen

            Bronnenboek

            Zutphen 1934

MÜLLER, Heiner:

            Rotwelsch

            (Internationaler Merve-Diskurs, 104)

            Berlin 1982

*NASCHER, Eduard:

Das Buch des jüdischen Jargons nebst einem Anhang: Die Gauner oder die „Kochemersprache“

Wien 1910

NICOLAI, Fr.:

            Eine oberhessische Musikantensprache

            In: Hessische Blätter für Volkskunde, Bd.20 (1921), S.26-30

            Marburg

NIERHAUS-KNAUS, Edith:

            Geheimsprache in Franken – das Schillingsfürster Jenisch

            Rothenburg o.T. 1973 (2.Aufl. 1980)

OPFERMANN, Ulrich Friedrich:

            Relikte des Romanes und des Rotwelsch in Wittgenstein und im Siegerland

In: Wittgenstein (Blätter des Wittgensteiner Heimatvereins e.V.), Jg.85, Bd.61, H.2 (1997), S.65-72

Bad Laasphe

*PAGEL,

            Niedersächsische Gaunersprache

            In: Niedersachsen, Bd.5 (1899/ 1900), S.192

 

*PETRIKOVITS, Albert:

            Die Wiener Gauner-, Zuhälter- und Dirnensprache

            Wien 1922 (2.Aufl., Neuaufl. Wien u.a. 1986)

PHILIPP, Karl:

            Lachoudisch: Geheimsprache Schopflochs

            Dinkelsbühl 1983 (3. Aufl.)

PUCHNER, Günter:

            Sprechen Sie Rotwelsch

             2448 Wörter und Redewendungen der deutschen Gaunersprache

            München 1975 (2.Aufl.)

PUCHNER, Günter:

            Kundenschall

             Das Gekasper der Kirschenpflücker im Winter

              Übersetzungen ins Rotwelsch

München 1976

*REINWARTH, Julius:

            Da Fatz(e)r-Sproch

            In: Erzgebirgs-Zeitung, Bd.25 (Januar 1904), S.16-19

            Teplitz-Schönau

RIPPL, Eugen:

            Zum Wortschatz des tschechischen Rotwelsch

             Versuch einer lexikographischen Darstellung auf Grund einer Sammlung rotwelscher Ausdrücke und
             Redewendungen, von den ältesten Belegen angefangen bis in unsere Zeit, mit besonderer Berücksichtigung
             der Prager Hantýrka

            (Veröffentlichungen der Slavistischen Arbeitsgemeinschaft an der Deutschen Universität in Prag, 1.Reihe:
            Untersuchungen, H.2)

            Reichenberg 1926

ROLLIER, A.:

            Berner Mattenenglisch

            In: Zeitschrift für deutsche Wortforschung, 2.Bd. (1902), S.51-57

            Berlin

ROTH, Hansjörg:

            Jenisches Wörterbuch

             Aus dem Sprachschatz Jenischer in der Schweiz

            Frauenfeld u.a. 2001

*SAINÉAN, L.:

            L’argo ancien

            In: Revue des Études Ethnographiques et Sociologiques, Juin-Juillet 1908, S. ?

            Paris

SAUERWEIN, Uwe:

            Wenn fremde Worte Schutz bieten

            In: Berliner Morgenpost, 02.02.2001

            Berlin

SCHLÄPFER, Robert:

            Jenisch

             Zur Sondersprache des fahrenden Volkes in der deutschen Schweiz

            In: Schweizerisches Archiv für Volkskunde, 77.Jg. (1981), S.13-38

            Basel

SCHLEICH, Heidi (Heidrun):

            Die jenische Sprache in Tirol

            Innsbruck 1998 (Univ. Innsbruck, Diplomarbeit 1998)

SCHLEICH, Heidi:

            Das Jenische in Tirol

             Sprache und Geschichte der  Karrner, Laninger, Dörcher

            (Am Herzen Europas, Bd.4)

            Landeck 2001

SCHMIDT-WIEGAND, Ruth:

             Art.: Rotwelsch

             In: Handwörterbuch zur deutschen Rechtsgeschichte (hrsg. v. Adalbert Erler/ Ekkehard Kaufmann, unter
           philol. Mitarbeit von Ruth Schmidt-Wiegand), Bd.IV, (1990), Sp.1178-1182

            Berlin

SCHMITZ, Leo (Bearb.):

            Die Geheimsprache der Kofferener Musikanten

             Ein Jargon – kein Dialekt

            (Sonderband der Zeitschrift „Der Kofferaner“, 14.Ausg.)

            Koffern 1996

SCHOPPE, G.:

            Rotwelsche Zeugnisse in den Breslauer Archiven

            In: Beiträge zur Geschichte der deutschen Sprache und Literatur, 66.Bd. (1942), S.350-353

            Halle (Saale)

SCHRÖDER, Konrad:

            Die skandinavischen und baltischen Sprachen sowie Jiddisch und Rotwelsch

Ein Verzeichnis der Lehr- und Lernmaterialien 1500-1800 einschließlich der Neudrucke und ausgewählter Sekundärliteratur, mit Standortnachweisen

(Der Unterricht in den weniger gelernten Sprachen Europas, 1)

Augsburg 2001

SCHUPPENER, Georg:

            Bibliographie zur Sondersprachenforschung

            (Sondersprachenforschung, 6)

            Wiesbaden 2002

SCHWEIZER, Franz:

            Lützenhardter Wörterbuch

             Deutsch-Jenisch, Jenisch-Deutsch

            Lützenhardt 2002

            <im Internet: http://www.luetzenhardt.de/pdf/DeuJen.PDF

              und: http://www.luetzenhardt.de/pdf/JenDeu.pdf>

            (Aufruf: 30.7.2012)

SEIDEL, Peter:

            Irrtum: „De Houtz baknääst miats!“

             Tag der rheinischen Sondersprachen

            In: Kölner Stadt-Anzeiger, Lokalausgabe Bonn, 15.03.2000

            Köln

SIEWERT, Klaus (Hrsg.):

            Es war einmal ein kurantes anim ...

            Textbuch Masematte I

            Münster u.a. 1990

SIEWERT, Klaus:

            Masematte. Zur Situation einer regionalen Sondersprache

            In: Zeitschrift für Dialektologie und Linguistik, Bd.58 (1991), S.44-56

           Stuttgart

SIEWERT, Klaus (Hrsg.):

            Und wenn sie nicht machulle sind ...

Textbuch Masematte II

Münster u.a. 1992

SIEWERT, Klaus:

(in Zusammenarbeit mit den letzten alten Sprechern und den Mitgliedern der Projektgruppe Masematte)

Olf, bes, kimmel, dollar, hei ... : Handwörterbuch der Münsterschen Masematte 

Münster u.a. 1993

SIEWERT, Klaus (Hrsg.):

            Beinahe mulo gedellt ...

            Textbuch Masematte III

            Münster u.a. 1994    

SIEWERT, Klaus:

            Boofkenrackewehle

            Prolegomena zu einem sondersprachlichen Wörterbuch

In: Susanne Beckmann/ Sabine Frilling (Hrsg.):  Satz – Text – Diskurs, Akten des 27. Linguistischen Kolloquiums, Münster 1992, Bd.1, S.291-300

Tübingen 1994

SIEWERT, Klaus:

Bericht: Aufgaben der Sondersprachenforschung in den deutschsprachigen Ländern, zu den Arbeiten und Initiativen der neugegründeten Arbeitsstelle Sondersprachenforschung Münster

In: Muttersprache (Vierteljahresschrift für deutsche Sprache), Jg.106, Nr.4 (1996), S.350-358

            Wiesbaden

SIEWERT, Klaus:

            Karte der Rotwelsch-Dialekte in Deutschland

In: Zeitschrift für Dialektologie und Linguistik, 63.Jg. (1996), S.282-289

Stuttgart

SIEWERT, Klaus (Hrsg.):

            Rotwelsch-Dialekte

            (Symposion Münster, 10. bis 12. März 1995)

            (Sondersprachenforschung, Bd.1)

            Wiesbaden 1996

SIEWERT, Klaus:

            Das Pfedelbacher Jenisch

             Mit einem Glossar aus den schriftlichen Quellen

            In: Zeitschrift für Dialektologie und Linguistik, Bd.64 (1997), S.37-56

            Stuttgart

*SIEWERT, Klaus:

            Rotwelsch und Jenisch

            In: Der Sprachdienst, Bd.41 (1997), S.214

            Wiesbaden

SIEWERT, Klaus (Hrsg.):

            Mit hamel hallas und helau ...

            Textbuch Masematte IV

            Münster u.a. 1998

SIEWERT, Klaus (Hrsg.):

            Aspekte und Ergebnisse der Sondersprachenforschung

             II. Internationales Symposium, 28. bis 31. Mai 1997 in Brüssel

            (Sondersprachenforschung, B.4)

            Wiesbaden 1999

SIKIMIĆ, Biljana:

            Balkan Secret Languages vs. Modern Slang: Romanian Contribution

            In: Revue des Études Sud-Est Européennes, tome 30, nos.3-4 (1992), S.275-280

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            Baumhauers Stromergespräche in Rotwelsch

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*STRUNGE, Margret/

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            Masematte

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STÜVE, Louis:

            Die Geheimsprachen

            Insbesondere: Die Tiöttensprache, genannt Bargunsch oder Humpisch

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             Vortrag

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            Das Weimerskircher Jenisch, auch Lakersprache oder Lakerschmus genannt

             Eine Händlergeheimsprache

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Luxemburg

TOCKERT, Joseph:

            Das Weimerskircher Jenisch

             auch Lakersprache oder Lakerschmus genannt

              Eine Händlergeheimsprache

In: Les Cahiers Luxembourgeois, tome I (1949), S.193-199, 303-314 ; tome II (1949), S.44-54, 108-119

            Luxembourg

TRAIN, J(oseph) K(arl) von:

            Wörterbuch der Gauner- und Diebessprache

(Meissen 1833 unter dem Titel: Chochemer Loschen – Wörterbuch der Gauner- und   Diebs- vulgo Jenischen Sprache, nach Criminalacten und den vorzüglichen Hülfsquellen/ für Justiz-, Polizei- und Mauthbeamte, Candidaten der Rechte, Gendarmerie, Landgerichtsdiener und Gemeindevorsteher)

            Holzminden/ Leipzig o.J. <1998 ?>

TREIMER, Karl:

            Das tschechische Rotwelsch

             Entstehung und Schichten

            (Slavica, 13)

            Heidelberg 1937

TREIMER, Karl:

            Fremdes Rotwelsch als Lehnquelle

            In: Beiträge zur Geschichte der deutschen Sprache und Literatur, 66.Bd. (1942), S.354-356

            Halle (Saale)

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            Eine zigeunerisch-griechische Geheimsprache

In: Zeitschrift für vergleichende Sprachforschung auf dem Gebiete der indogermanischen Sprachen, 52.Bd. (1924), S.1-42

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VELDTRUP, Josef:

            Bargunsch oder Humpisch

            Die Geheimsprache der westfälischen Tiötten

            Münster 1974  (2.Aufl. 1981)

WAGNER, Joseph Maria:

Die Litteratur der Gauner- und Geheim-Sprachen seit 1700: ein bibliographischer Versuch

 (Neuer Anzeiger für Bibliographie und Bibliothekswissenschaft)

            Dresden 1861

WAGNER, Jos(eph). Mar(ia).:

            Rotwelsche Studien

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WAGNER, Max Leopold:

            Mexikanisches Rotwelsch

            Halle 1919

WAGNER, Max L(eopold):

            Der türkische Argot

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            Iaşi <Jassy>

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            Das Pfedelbacher Jenisch

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WEBER, H(einrich):

Die Lingelbacher Musikantensprache und die Geheimsprache der Vogelsberger Maurer

            In: Hessische Blätter für Volkskunde, Bd.XI (1912), S.121-206

            Leipzig

WEBER, J.B.:

            Die Geheimsprache der Handelsleute

            Trier 1924 (2.verb. u. verm. Aufl.)

WEGERA, Klaus-Peter:

            Eine Geheimsprache in der Eifel

            Das Lepper Talp der Backofenbauer aus Bell

            In: Volkskultur an Rhein und Maas, 6.Jg. (1987), S.15-22

            Köln      

WEGERA, Klaus-Peter:

            Lebber Talp

            Die Geheimsprache der Backofenbauer aus Bell in der Nordosteifel

            In: Studien zur Dialektologie, Bd.1 (1987), S.183-206

            Hildesheim u.a.

*WEGERA, Klaus-Peter:

            Lepper Talp

            Die Geheimsprache der Backofenbauer aus Bell in der Nordosteifel

            In: Germanistische Linguistik, B.91/92 (1987), S.

            Hildesheim u.a.

WEHLE, Peter:

            Die Wiener Gaunersprache

            Eine stark aufgelockerte Dissertation

            Wien/ München 1977  (Diss. Univ. Wien) (4.Aufl. 1986)

WEHLE, Peter:

            Die Wiener Gaunersprache

            von Auszuzln bis Zimmerwanzen

            Wien 1997

WEILAND, Thorsten:

            Die Sprache der Hundeshagener Wandermusikanten

            Studien zur Überlieferungslage und zum Wortschatz

            Münster 1996 (Magisterarbeit Univ. Münster)

WEXLER, Paul:

            Three Heirs to a Judeo-Latin Legacy

            Judeo-Ibero-Romance, Yiddish, and Rotwelsch

            (Mediterranean Language and Culture Monograph Series, 3)

            Wiesbaden 1988

WILDE, William Cumming:

            Some Words on Thief Talk

            In: Journal of American Folk-Lore, vol.2 (1889), S.301-306

            Boston/ New York/ London (Reprint New York 1963)

WINDOLPH, Wolfram:

            Nerother Jenisch

             Schriftliche Quellen und Glossar

            (Sondersprachenforschung, Bd.2)

            Wiesbaden 1998

WITTICH, Engelbert:

            Die jenische Sprache

In: Archiv für Kriminal-Anthropologie und Kriminalistik, Bd.64 (1915), S.127-183, 297-355; Bd.65 (1916), S.33-89

Leipzig

WITTICH, Engelbert:

            Lützenhardter „Jenisch“

            Ein Beitrag zur schwäbischen Händlersprache

            In: Württembergische Monatsschrift 1933, S.69-75

            Stuttgart

WOLF, Bernhard S.T.:

            Die Fatzersprache

             Untersuchungen zur Musikantensprache im Sudetendeutschen

In: Bohemia (Zeitschrift für Geschichte und Kultur der böhmischen Länder), Bd.21 (1980), S.107-144

München

WOLF, Siegmund A(ndreas):

            Studien zum Liber Vagatorum

            In: Beiträge zur Geschichte der deutschen Sprache und Literatur, 80.Bd. (1958), S.157-167

            Halle (Saale)

WOLF, Siegmund Andreas:

            Aus dem Wortschatz des Schweizer Jenischen

            Zürich 1959

WOLF, Siegmund A(ndreas):

            Art.: Gaunersprache

            In: Handwörterbuch der Kriminologie (hrsg. v. Rudolf Sieverts), Bd.1 (1966), S.249-254

            Berlin

WOLF, Siegmund A(ndreas):

            Rotwelsch, die Sprache sozialer Randgruppen

            In: Osnabrücker Beiträge zur Sprach-Theorie, Bd.16 (1980), S.71-82

            Osnabrück

WOLF, Siegmund A(ndreas):

            Wörterbuch des Rotwelschen: deutsche Gaunersprache

            Hamburg 1985 (2.Aufl.)

WOTTRENG, Willi:

            Jenisch: Die blumigste Sprache der Schweiz (I)

            In: Schaffhauser Nachrichten, 13.07.2004

            Schaffhausen

WOTTRENG, Willi:

            Jenisch: Sprache entsteht am Lagerfeuer (II)

            In: Swissinfo, 14.07.2004

            Bern

*YENİSEY, F.:

            Bursa ve mülhakatında bazı şive özellikleri, mahallî kelimeler ve mahallî argo

<Türk.: Einige Dialektbesonderheiten, lokale Ausdrücke und lokales Argot von Bursa und Umgebung>

            In: Bursa folkloru, S. ?

            Bursa 1955

ZÜNDEL, W.:

            Jenisch in Pfedelbach

In: Württembergische Vierteljahreshefte für Landesgeschichte, N.F., Bd.13 (1904), S.202-214

Stuttgart

 

 

 

© Rüdiger Benninghaus, Köln 2002

zuerst veröffentlicht am 5.Juli 2002

Ergänzt am 23.August 2012

 

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[1] Es wird hier allgemein von Zigeunern gesprochen, um sich im Einzelfall nicht auf eine bestimmte Gruppe (Roma, Karaçi, Poşa, Mıtrıp) festlegen zu müssen. Eine kurze Darstellung verschiedener Zigeunergruppen in der östlichen Türkeihälfte findet sich bei BENNINGHAUS 1991.

Die folgenden Anmerkungen stammen sämtlich von dem Übersetzer dieses Artikels; der Artikel selbst hat keinerlei Fußno-ten.

[2] Es scheint wohl nicht selten der Fall zu sein, daß sich zigeunerische Gruppen nach außen hin als „wandernde“ Turkbe-völkerung, sprich Yörüken oder Turkmenen ausgeben. S. auch LEWIS (1950/55, S.221 f. und 226), der zu der Auffassung neigt, daß es sich bei den sogenannten Geygelli-„Yörüken“ im Gebiet von Dinar (Provinz Afyon) eigentlich um Zigeuner oder Abdal handelt. 

[3] Dieser Ansicht ist auch AKPINAR (1989, S.42 ).

[4] Einige Arbeiten über Argots in verschiedenen Teilen der Türkei: AKPINAR 1989; AKTUNÇ 1990; CAFEROĞLU 1952 und 1954; DEVELLİOĞLU 1959; MIKHAULOV 1930; SPIES 1931; STEINHERR 1932; YENİSEY 1955.

[5] Beispiele aus verschiedenen Regionen finden sich in der Literaturliste.

[6] GÜLENSOY 1988, S.136.

[7] GÜLENSOY 1988, S.138.

[8] Aşağı Ulupınar ist ein Dorf und hat keinen Gemeindestatus. Der alte Name des Dorfes ist Seterek, er mag aus dem Armenischen stammen. Jemand aus der Provinz Malatya, der den Ort häufig besucht hatte, beschreibt die Bevölkerung als (äußerlich) relativ homogen, blondhaarige und blauäugige Typen sollen allerdings häufiger dort vorkommen. Nach seiner Meinung war bei der Bevölkerung weder ein kurdischer noch ein turkmenischer oder (dunkelhäutiger) Abdal-Typus zu erkennen. Er war einmal Zeuge davon, daß Leute aus dem Dorf eine ihm unbekannte Sprache sprachen. Auf die Frage, was das denn wäre, meinte man, daß das vielleicht ein armenischer Dialekt sein könnte. Dabei war nicht klar, ob die Sprecher sich tatsächlich selbst nicht über ihre Sprache im klaren waren, oder ob sie etwas verschleiern wollten. Bei dem wenigen, was Dolu hier in ihrem Aufsatz an Beispielen für die Sprache vorlegt, ist allerdings kaum etwas Armenisches zu erkennen. Außerdem würde eine bekannte Sprache wie das Armenische wohl nicht die Funktion einer Geheimsprache erfüllen können; denn man müßte immer damit rechnen, daß diese jemand verstehen könnte. So bedarf es tatsächlich einer besonderen Mischung aus verschiedenen Sprachen, die nur der eigenen Bevölkerungsgruppe bekannt ist.

[9] Einige dieser Stammesbezeichnungen, die eine dialektale Färbung aufweisen, können auch folgendermaßen geschrieben werden: Poyrazuşağı, Kurtuşağı, Kasımuşağı. Çobanuşağı, Kasımuşağı, Kurtuşağı und Tataruşağı sind Dörfer in dem Darende benachbarten Kreis Akçadağ.

[10] Kırlangıç heißt die Schwalbe auf Türkisch, Gallangıç offenbar im regionalen Dialekt. Im übertragenen Sinn bezeichnet man jedoch auch mit kırlangıç herumziehende „Volksmediziner“, die besonders Augenkrankheiten behandeln, eben eine der Hauptbeschäftigungen der „Ali’nin Uşağı“ (s. STEUERWALD 1997, S.527). Daneben findet sich jedoch in dem Darende benachbarten Kreis Yeşilyurt ein Dorf namens Kırlangıç (früher: Gelengeç) (s.a. ŞAHHÜSEYİNOĞLU 1996, S.29). Ob eine Beziehung zu diesem Dorf besteht, etwa derart, daß diese Bevölkerung eine Zeitlang dort gelebt hat oder noch lebt, kann derzeit nicht beantwortet werden.

[11] Der Begriff „uşak“ (uşağı) hat je nach Gebiet in der Türkei unterschiedliche Konnotation. Er bedeutet: Sohn, Anhänger, Bediensteter und wird häufig (meist in der Singularform) zur Benennung von Stämmen und Klanen verwendet. Ali’nin Uşağı könnte also als „Alis Leute“ übersetzt werden, wobei offen bleibt, ob es sich bei Ali um einen tatsächlichen oder legendären Vorfahren der Gruppe handelt, der ihr den Namen eingebracht hat, oder um den Schwiegersohn des Propheten Muhammad, den „Stammvater“ des schiitischen Islams und seiner zahlreichen Derivate. Wie weiter unten aus dem Text (S.108 f.) hervorgeht, ist die hier behandelte Bevölkerung zumindest nominell und nach außen hin muslimisch und nicht alevitisch, während die Abdal, an die man immer wieder versucht ist zu denken, alevitisch ist. Der Kreis Darende ist überwiegend sunnitisch besiedelt mit nur wenigen alevitischen (Turkmenen) Dörfern.

[12] Die von Dolu präsentierten Beispiele weisen, neben einem „verderbten“ Türkisch vor allem arabische und kurdische Worte auf.

[13] Tekellim oder tekellüm ist eine heutzutage nicht jedem Türken mehr verständliche Entlehnung aus dem Arabischen, die „das Sprechen“ bedeutet, dementsprechend also wörtlich: „das Sprechen der Anhänger (oder Abkömmlinge) Ali’s“.

[14] Die Bedeutung dieser Bezeichnung konnte bisher nicht gefunden werden, jedoch sei an dieser Stelle erwähnt, daß einer der alten Namen für Darende (vom Namen der dortigen Burg abgeleitet) „Zengibar“ war. Jemand der aus dem Gebiet von Darende stammt, mag sich als Zengili (das ‘-li‘-Suffix als Herkunftsbezeichnung) bezeichnen/ bezeichnet haben. Dieser Auffassung ist auch GÜLENSOY (1988, S.138).

[15] Arif, „verstehen“, ist dem Arabischen entlehnt.

[16] Xoziyayin hat im Russischen mehrere Bedeutungen: Besitzer, Hausherr, Wirt, Ehemann, Chef (als Anrede).

[17] Aus dem Kurdischen.

 [18] In den Provinzen Tokat und Sivas wird als eine Bedeutung von ‚tille’ „Kind“ angegeben (Derleme Sözlüğü 1978, S.3932).  
 Interessanterweise taucht das Wort auch im Argot in Deutschland (Hamburg) in der Bedeutung „Frauenzimmer, welches für  
 Geld zu haben ist“ auf (auch allgemein als „Mädchen“, teils in den Varianten Dille, Dôlle, Dölle) (GROSS 1900 c, S.278).

[19] Aus dem Kurdischen (jın/ jınık, Frau).

[20] Türkisiertes Arabisch, vgl.: kütüphane (Bibliothek).

[21] Offensichtlich aus dem Deutschen (Taler).

[22] Aus semitischen Sprachen, hier wohl dem Arabischen.

[23] Kurd.: aburi/ abori  (Lebensunterhalt).

[24] Aus dem Arabischen.

[25] Aus dem Arabischen (may). Auch in der langsam verschwindenden Geheimsprache der Çepni in der İzmir-Bergama-Gegend wird/ wurde moy für „Wasser“ (und auch „Regen“) gebraucht (AKPINAR 1989, S.42).

[26] Aus dem Kurdischen (hesp).

[27] Aus dem Arabischen (ca[a]ş), jedoch auch im Kurdischen gebraucht (für: Spitzel).

[28] Aus dem Arabischen.

[29] Aus dem Arabischen.

[30] Aus dem Kurdischen („wenig“).

[31] ‚Beyt‘ ist Arabisch (Haus), ‚saltat‘ dürfte wohl von „Soldat“ abgeleitet sein. Hier wie auch in anderen Sätzen zeigt sich, daß die hier behandelte Sprache bei zahlreichen Vokabeln aus verschiedenen anderen Sprachen einer türkischen Grammatik folgt.

[32] S. oben Anmerkung 6.

[33] „Die Turkmenenstämme des Südens“, Ein Buch des Autors unter diesem Titel konnte nicht gefunden werden. Vielleicht handelt es sich um Eröz‘ Buch „Doğu Anadolu'nun Türklüğü“ (Das Türkentum Ostanatoliens), Istanbul 1982.

[34] Aus dem Kurdischen (çav, Auge).

[35] Aus dem Arabischen (k’thir, viel).

[36] Es muß hındık heißen (s.o. Anm.23).

[37] Wohl Arabisch (kariye) für “Ortschaft“.

[38] Schreibfehler, es muß haspiyi heißen.

[39] Der von der Autorin gewählte Ausdruck „benzerleri“ ist wohl nur so zu verstehen.

[40] Aus dem Arabischen (m<a>lih”, schön).

[41] Die Bevölkerung von Darende sind in der Türkei, fast so wie die Leute aus Of (Provinz Trabzon) als islamische Funktionäre (Imame, Muezzine) bekannt. Die Tatsache, daß die hier behandelte Bevölkerungsgruppe ebenfalls diesem Bild entspricht, mag gegen die Vermutung sprechen, daß es sich bei ihnen um Abdal handelt; diese sind im allgemeinen (zumindest nominell) Aleviten.    

[42] Was haben diese Menschen denn vor fünfzig Jahren gemacht ? Die Autorin scheint fast mehr zu verschweigen, als daß sie offenlegt. Die Bevölkerung von Darende hat allgemein den Ruf, früher viel Bettelei betrieben zu haben. Sie ist jedoch auch in der gesamten Türkei als Händler bekannt (s. auch GÜLENSOY 1988, S.136).

[43] Es folgt eine geographische Beschreibung des Tohma-Gebietes, die uns hier jedoch nicht interessiert.